Montag, 18. Juni 2007

Ein lustiger Gast

Gestern morgen um fünf Uhr haben uns die Krähen mit lautem Zanken und Schreien geweckt. Erst beim Kaffeetrinken auf der Terrasse haben wir gesehen, warum die so aufgebracht gewesen waren: Auf dem Nachbardach unter dem Dachvorsprung hat eine Waldohreule gesessen. Wir dachten zuerst, sie wäre verletzt und könnte nicht wegfliegen. Wir hatten schon beschlossen, am Montag die Vogelwarte in Sempach anzurufen, ob vielleicht in der Region Lugano ein Vogelfreak wohnt, der sie holen könnte.

Im Laufe des Tages wurde klar, daß ihr nichts fehlt; sie ist auf dem Dach herumstolziert, hat gesünnelet, sich geschüttelt und geputzt und hat uns mindestens ebenso interessiert bespäht wie wir sie. So haben wir beschlossen, daß es wohl ein Jungvogel sei, sozusagen ein Halbstarker, und daß ihn die Eltern am Abend wohl holen würden. Ab sofort war es also ein ER. Den Tiger hat er kaum beachtet, obschon der sich für ihn fast den Hals ausgekugelt hat. Wenigstens am Anfang, unterdessen ist das Interesse erlahmt, der scheint ja da oben bleiben zu wollen. Ja, und am Abend, es ist noch lange nicht dunkel, fliegt er einfach weg, nach der Bergseite zu, so daß wir auch nicht sehen können, wohin er fliegt. War ein lustiger Gast, könnte öfter kommen.

Freitag, 8. Juni 2007

Die Kastanien blühen

Obwohl es im April schon einmal Sommer gewesen ist, tut sich dieser jetzt sehr schwer, bei uns offenbar noch schwerer als anderswo. Immer wieder gibt es lange Gewitterperioden und Abkühlung. Der Natur allerdings scheint dies gar nicht schlecht zu gefallen; alles wächst wie verrückt und ich fahre alle paar Wochen ein Auto bis unters Dach voll mit Abgeschnittenem auf den Grünmüll der Gemeinde.

Auch das eigentliche Fanal des Sommeranfangs im Tessin, die Kastanienblüte, ist endlich eingetreten. Die Kastanien sind die allerletzten Bäume im Frühjahr, die grün werden, noch nach den Nußbäumen, aber jetzt ist die gelbe Front ihrer Blüte innerhalb weniger Tage die Hügel hochgelaufen und die ganze Gegend duftet aromatisch. Dieser hier steht genau vor meinem Küchenfenster über dem Strässli, das die Via Soriscio ist, im Nachbarsgarten. Ich zeige ihn euch im Herbst wieder, wenn die Hunde nicht mehr hier durchlaufen wollen, weil das ganze Strässli voller Igel liegt.


Samstag, 26. Mai 2007

Willkommen im Familienblog

Jetzt habe ich also meinen ersten Mitblogger, das ist eine erfreuliche Sache. Unterdessen habe ich auch gelernt, daß es tatsächlich nicht ganz einfach ist, zu bloggen. Nicht nur bei Susi und Christoph, nein, überall in den Betrieben und wohl auch überall an den Universitäten sind die eindeutigen Blogs gesperrt. Ausserdem fliegen die Blogeinladungen auch in vielen Systemen in den Junkfolder.

Zu gerne würde ich halt ein bißchen mehr von euch allen hören. Nicht nur Markus war in Ferien, auch Anthony und Nina, und zwar in Surinam; da kommen viele von den Fröschen her, die wir halten. Ihr könntet uns doch einen Blick hinter euren Bungalow gönnen, und in den Primärwald, wo ihr wandern gegangen seid? Und Gina ist oder war mit Silvan und Isabel im Schwimmkurs; seid ihr in dem guten alten Hallenbad gewesen, oder ist es neu gemacht, oder gibt es überhaupt etwas Neues in Bern? Und sind die beiden Kinder zusammen in einem Kurs, oder laufen da mehrere Kurse parallel? Und schwimmen sie jetzt? In Sachen Edda habe ich ja schon selber ein bißchen vorgegriffen, dabei habe ich auch das Bild von der Krippe gesehen. Als altgediente Krippenschaffende würde ich doch furchtbar gerne wissen, ob dort nur Babies sind, oder ob das Ding so groß ist, daß es ebenso viele Höcklis hat wie ich Babies gesehen habe, und ebenso viele Kindergarten- und Schulkinder? Und Mänz: blüht deine Magerwiese schon und was macht dein Orto (die Italiener haben ein eigenes Wort für den Gemüse- und Fruchtgarten)? Und von allen anderen weiß ich überhaupt nichts. Ich bin eine Gwundernase und wäre auch interessiert zu sehen wo und wie ihr wohnt?

Genug des Gejammers; ich werde einen neuen Anlauf nehmen. Mit Rudi habe ich ja schon gut angefangen, aber an diesem Pfingstwochenende sind sie wohl am See. Dagegen ist vielleicht bei Mänz einer der Buben zu Besuch, die könnten mir helfen, Mänz zum Blogger zu machen. Euch andere werde ich nochmals eine Einladung schicken; ihr könntet auf euren Junkfolder Acht geben.

Sonntag, 13. Mai 2007

10. März - Skippern in den Whitsundays / Australien

Lieber spät als nie: So habe ich meinen letzten 10. März zwischen den Inseln der Whitsundays (Australiens Ostküste) verbracht. Monica hat wirklich gefunden es wäre ihr unangenehm, dass sie keine Geschenk auftreiben konnte... wer braucht da schon noch ein Geschenk!

Wir hatten die beste Kabine an Bord, direkt hinter der Brücke, als einzige auf dem obersten Deck und die Lounge dahinter gehörte nach dem allgemeinen Schlafengehen uns. Dies alles zu einem erschwinglichen Preis, da knapp 60 Minuten vor der Abfahrt gebucht. Als wir am morgen aufgestanden sind, hatten wir noch keine Ahnung, dass wir die nächsten 4 Tage auf einer schwimmenden Unterkunft verbringen würden.

Ja, richtig, meine Reisebegleitung ist Euch noch unbekannt, dies werden wir aber sicher bald ändern.

Bis dann alles Gute

Test-Blogging

Testen ist wichtig, speziell da auch ich zum ersten Mal blogge. Englische Wörter in Deutsch zu konjugieren gehört in diesem Medium schon fast zum guten Ton :-)

Also ich probiere es mit meiner Strelizie.


Samstag, 28. April 2007

Eine erst vier Monate alte Großmama

Diese Woche habe ich vergeblich versucht, Mänz anzurufen. Habe sie aber doch gefunden:




Sonntag, 22. April 2007

Milena, Grees Pflegerin

Passiert mir doch etwas so Herziges: Letzte Woche habe ich Gree einen kleinen Panettone geschickt. Am Freitag hat sie versucht, mich anzurufen und hat mir dann auch erzählt, dass sie das zusammen mit ihrer Pflegerin Milena geschafft hat. Leider war ich nicht zuhause, habe den Anruf nur auf dem ISDN-Telefon gesehen. Kurz nach dem Anruf zuhause hatte ich ein SMS auf meinem Handy: "Mami hat den Panettone erhalten, danke! Baci (Müntschi)! Gree". Ich habe nicht sofort begriffen, aber offenbar hat Milena mir nach dem erfolglosen Anruf ein SMS geschrieben; die Nummer ist in Grees Telefonverzeichnis. Wenn also jemand Milena sieht, lasse ich mich sehr für die Nachricht bedanken. Das Beste an der Geschichte ist nämlich, dass Gree unterdessen ein sehr herzliches Verhältnis zu Milena zu haben scheint, was ja beileibe nicht immer so gewesen ist!